AMTS

Durch Ihre Nähe zum Bewohner und unser Arzneimittelwissen gemeinsam die Lebensqualität und Pflege erreichen, die wir uns wünschen.

Was ist AMTS?

AMTS ist die Gesamtheit der Maßnahmen zur Gewährleistung eines optimalen Medikationsprozesses mit dem Ziel, Medikationsfehler und damit vermeidbare Risiken für den Patienten bei der Arzneimitteltherapie zu verringern.

Fakten

Vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert, wurde von 2012 bis 2015 die Studie „AMTS bei Patienten in der Langzeitpflege“ durchgeführt (Thürmann, Jaehde 2011). Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Studie sind:

  • Multimorbidität und Polypharmazie sind die Regel.
  • 50 % der Bewohner leiden an Herzkreislauferkrankungen, 30 % sind dement und 17 % depressiv. Diese Erkrankungen sind pflege- und therapieintensiv.
  • Durchschnittlich erhält jeder Bewohner 9 Arzneimittel in der Dauer- und 2 Arzneimittel in der Bedarfsmedikation. Mit der Anzahl eingenommener Arzneimittel steigt exponentiell das Risiko für Unerwünschte Arzneimittel-Ereignisse (UAE).
  • Etwa ein Drittel der UAEs führten zu Krankenhauseinweisungen oder zusätzlichen Arztvisiten.

Auf diese und vergleichbare Studien bezugnehmend, weist auch die Überwachungsbehörde NRW auf die Dringlichkeit erhöhter Arzneimittelsicherheit hin (Dr. Udo Puteanus 2011, Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen):

  • Pro 100 Bewohner entstehen pro Monat 8 Unerwünschte Arzneimittel-Ereignisse, z.B. Magenblutungen, Verwirrtheit, Inkontinenz, Stürze. Das sind – statistisch gesehen trifft es jedes Jahr fast jeden Bewohner. Etwa 65 % dieser Ereignisse wären vermeidbar oder verminderbar gewesen (Thürmann, Jaehde 2011).

  • 30 % der Krankenhauseinweisungen bei Menschen über 75 Jahre sind arzneimittelbedingt (Chan, Nicklason, Vial 2001).

Pro UAE entstehen durchschnittlich 60 Stunden Mehraufwand in der Pflege (Hanke, 2014). So viel? Denken Sie an Verwaltung und Dokumentationen, Angehörigen- und Arztkommunikation, Wiederaufnahmeprozedere, zusätzliche Medikamentengaben – all dies bindet wertvolle Pflegezeit. Bei allem aber beeinträchtigt unzureichende Arzneimitteltherapiesicherheit die Lebensqualität der Bewohner.

Merkmale und Ziele

Die Maßnahmen für eine sicheren Arzneimittelversorgung müssen sich zuvorderst am Wohlergehen des Bewohners orientieren. Der dem Bewohner am nächsten stehende Versorgende ist der Pflegende. Es ist daher essentiell, dass dieser als derjenige, der die Medikamente verabreicht, weiß was, wann, wie und warum er das Arzneimittel gibt. Dieses Wissen gibt ihm Sicherheit im Umgang mit Arzneimitteln und bei der Einschätzung des Therapieerfolgs. Letzteres kann durch die fehlende tägliche Nähe zum Bewohner weder der Arzt noch der Apotheker leisten, ist aber unersetzlich für eine sichere Therapie.

Die AMTS-basierte Versorgung setzt dabei an allen Stellen der Versorgungskette an:

Düsseldorf Apotheke AMTS

Eine einfache, aber effektive Kommunikation zwischen den Beteiligten ermöglicht es UAEs während des gesamten Medikationsprozesses aufzudecken und langfristig zu verhindern. Die Maßnahmen zur Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit führen somit zu:

weniger UAEs

zu einer Kostenreduzierung durch Prozessoptimierung und zum effektiveren Personaleinsatz

einer höheren Lebensqualität
der Bewohner

mehr Zeit und Zufriedenheitdes Personals

Diese Folgen verstärken sich in ihrer Wirkung gegenseitig. Lebensqualität ist dabei das wesentlichste Nutzenversprechen eines Pflegeträgers für Bewohner im letzten Lebensabschnitt. Damit ist die AMTS-basierte Versorgung der entscheidende Hebel um die Zufriedenheit und Gesundheit der Bewohner zu verbessern und – darüber hinaus – gute Pflegefachkräfte zu stärken und zu gewinnen.

Gemeinsam AMTS erreichen durch:

Düsseldorf Apotheke Management
  • standardisierte Prozesse – so einfach wie möglich

  • einheitliche, effektive Kommunikation

  • regelmäßige Überprüfung der Medikationspläne

  • Medikationsanalysen durch speziell geschulte Apotheker zur Vermeidung und Behebung von arzneimittelbezogenen Problemen

  • Unterstützung und Hilfestellung bei der Arzneimittelversorgung vor Ort

  • auf Ihren Bedarf abgestimmte Unterstützung im QM

  • AMTS-Training für Ihr Pflegepersonal

  • Angebot eines Qualitätszirkels

Quellen: P. Thürmann, U. Jaehde. Abschlussbericht im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums zum Projekt Arzneimitteltherapiesicherheit in Alten- und Pflegeheimen. Onlineveröffentlichung 2011,  letzter Zugriff 15.10.2018. | U. Puteanus. „Arzneimittelversorgung von Heimbewohnern“, Fachtagung Sozialpharmazie der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen, 24. und 25. Mai 2011 Düsseldorf. | M. Chan, F. Nicklason, J.H. Vial. Adverse drug events as a cause of hospital admission in the elderly. Intern Med J. 2001, 31(4). | F. Hanke. Eine Untersuchung arzneimittelbezogener Probleme in stationären Alteneinrichtungen als methodische Grundlage einer Geriatrischen Pharmazie. Dissertationsschrift Universität Witten Herdecke 2014.

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